Bilder, die die Welt verändern sollten — Teil 2

Viele Dinge sind uns unbekannt oder wir bekommen sie nur am Rande mit. Wenn Fotografen an „schrecklichen“ Orten Fotos machen, sollten diese Bilder nie vergessen werden. Und vor allem sollten sich gewisse Situationen nicht wiederholen. Weltberühmte Bilder können neben schönen Motiven auch bedrückende und schockierende Hintergründe haben. Jedoch sind alle Fotos beeindruckend und haben eine enorme Aussagekraft. Auch zeigt sich, dass besondere Bilder durch Zufall entstehen können. Gute Fotos machen eine Geschichte und eine Aussage realer und zum Greifen nah. Wir können einfach nicht wegsehen. In der Dokumentarfotografie sagt ein Foto mehr als 1.000 Worte. Diese Fotos sind tiefgründig und hinter ihnen steht ein Thema. Das Beste daran: Sie können Veränderungen bewirken.

Lewis Hine — Baumwollspinnerin

Der Fotograf Lewis Hine war vor allem für seine Fotodokumentationen von ausgebeuteten Kinderarbeitern bekannt. So lichtete er 1904 Einwanderer ab, wie sie lebten und arbeiteten. Das 1904 gegründete National Child Labor Komitee trat für die Rechte von Kinderarbeit ein. Sie hofften, dass der Anblick der Fotos von Kinderarbeit die Menschen aufwecken. Mit dem Foto von Sadie Pfeifer einem der kleinsten Kinder bei der Kinderarbeit, hoffte der Fotograf auf ein Umdenken der Menschen. Sein Foto von 1908 war Teil einer entscheidenden Initiative, durch die eine Gesetzesänderung herbeigeführt wurde. Mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Kinderarbeit von 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren reduziert wurde.

Lewis Hine wurde 1911 vom Nationalen Kinderarbeitskomitee beauftragt, die Bedingungen von arbeitenden und ausgebeuteten Kindern aufzuzeigen.

James Nachtwey — Hungersnot in Somalia

James Nachtwey ist ein Kriegsfotograf aus New York, der Tod, Krankheiten und Hunger dokumentiert. Als der Fotojournalist keinen Auftrag zur Dokumentation der Hungersnot in Somalia erhielt, machte er sich auf eigene Faust auf den Weg. Unterstützung erhielt er dabei vom Roten Kreuz vor Ort und er konnte so die Schrecken der Hungerkatastrophe festhalten.

Sein Foto Hungersnot in Somalia aus dem Jahr 1992 zeigt eine stark abgemagerte Frau in einer Schubkarre auf dem Weg ins Ernährungszentrum. Das erschütternde Foto ging um die Welt und das Rote Kreuz erhielt darauf eine der größten Unterstützungsaktionen seit dem Zweiten Weltkrieg.

Mit nur einem Foto, so grausam es anzusehen ist, konnten mehr als eine Million Menschen gerettet werden. Das ist die Macht berühmter Dokumentationen. Und man sieht, berühmte Fotos machen nicht nur einen Fotografen prominent, sie können auch viel Gutes bewirken.


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